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4. Platz beim NotC-Turnier PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sönke Giehl   
Montag, den 11. Oktober 2010 um 10:19 Uhr

4. Platz beim Turnier "Night of the Champions" in Geilenkirchen erreicht

Ralf Rau und Sönke Giehl sind am 9.10.2010 im C-Feld beim 8. Night of the Champions Turnier in Geilenkirchen gestartet und haben nach guter Leistung den 4. Platz erreicht. Das Feld war international besetzt und unüberschaubar gross. Ca. 200-250 Badminton-Spielerinnen und Spieler sorgten für eines der größten Turniere im NRW-Sektor.


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Die Veranstaltung begann um 19 Uhr am 9.10.2010 und wie der Name "Night of the Champions" schon erahnen lässt, schlugen sich die Spieler die Nacht mit Badminton spielen um die Ohren. Das Ende des Turniers wurde sage und schreibe erst um 8.30 Uhr am Sonntag Morgen erreicht.

Im C-Feld der Herren (Kreisliga, Kreisklasse und Freizeitspieler) traten insgesamt 16 Teams in 4 Gruppen an. Nur der Gruppensieger qualifizierte sich für das Halbfinale. Rau und Giehl erwischten eine recht starke, aber ausgeglichene Gruppe. Direkt zum Start gab es das Duell der beiden heimlichen Favoriten, die beiden vom TSV mussten gegen 2 Teilnehmer des VfL Bochum ran. Nach zögerlichem, nervösen Start kamen die beiden TSVler immer besser ins Spiel und holten sich noch nach langem Rückstand den ersten Satz mit 21:19. Der Bann war gebrochen, der 2. Satz wurde souverän mit 21:15 nach Hause geholt, der Grundstein für ein erfolgreiches Turnier war gelegt.

Das zweite Spiel fand um ca. 22 Uhr statt. Rau und Giehl mussten gegen 2 Spieler des SV Spellen ran, die allerdings keine größeren Probleme darstellten und kurz und knapp in 2 Sätzen mit 21:15 und 21:16 geschlagen wurden.

Druch die anderen Spiele stellte sich die Gruppenkonstellation so günstig dar, dass das letzte Spiel nur noch "just for fun" ausgetragen werden musste, da die Uhr auch schon fast eins zeigte, kam kein rechter Spielfluss auf und die Jungs aus Aachen konnten die Partie mit 21:19 und 21:19 für sich entscheiden. Da fehlte doch der letzt Biss zu so später Stunde, wobei man die Konzentrations-Defizite auf beiden Seiten deutlich erkennen könnte (Abstimmung, Fehlschläge, Aufschlag-Fehler).

Nach Erreichen des Halbfinales kam es jetzt zu über unglaublichen 5 Stunden Wartezeit. Eine echte Herausforderung! Was man ja als Jugendlicher als echtes Abenteuer gerne in Kauf nimmt, ist man als gestandener Erwachsener absolut nicht mehr gewohnt. Diese 5 Stunden "sich die Nacht um die Ohren schlagen" waren eine wirklich harte Erfahrung, die mehrfach von allen betroffenen Akteuren nur mit Kopfschütteln und Verständnislosigkeit für eine solche Turnierplanung beantwortet werden konnte.

In dieser Zeit fanden unzählige Mixed-Spiele und Doppelpartien aus anderen Klassen statt, so dass zwar immer alle 9 Felder besetzt waren, aber es einfach nicht enden wollte. Und leider gab es keinen Plan, der einem deutlich machte, was man zu erwarten hatte! Warum diese sinnlose Wartezeit, warum wurden die Finalspiele denn nicht einfach vorgezogen und während der Gruppenpartien der anderen Klassen ausgetragen? Die Partien im C-Feld waren abgeschlossen, nur damit alle Finals gleichzeitig stattfinden konnten, wurden über 5 Stunden Wartezeit in Kauf genommen!

Um ca. 6 Uhr kam dann tatsächlich der Aufruf für die beiden Halbfinals. Wie sich schnell zeigte, hatten sich die richtigen Teams qualifiziert, es war unglaublich ausgeglichen und die Partien hatten für eine solch durchgemachte Nacht und Uhrzeit ein tolles Niveau. Etliche Zuschauer betrachten die Partien und sorgten für Szenenapplaus und gute Stimmung.

Leider reichte es für Rau und Giehl nicht ganz. In einem hochdramatischen Spiel wurde gegen tolle Gegner vom TV Kall ganz knapp mit 18:21 21:16 und 19:21 verloren, knapper ging's nicht und beide Teams hatten sich den Finaleinzug eigentlich verdient, was ja leider aber nicht möglich ist.

Im Spiel um Platz 3, welches witzigerweise praktisch direkt im Anschluß stattfand, boten sich beide Teams einen erbitterten Kampf mit allerletzten Kraft- und Konzentrationsreserven. Die Uhr zeigte 7 Uhr morgens, es war also 12 Stunden nach Turnierbeginn. Die beiden Jungerwachsenen vom Heimatverein Immendorf hatten das bessere Ende ganz knapp für sich, einen Verlierer hatte eigentlich auch diese Partie nicht verdient, aber es muss ja sein. So gewannen die beiden Spieler aus Immendorf mit 21:18, 15:21 und 21:19 und für die Spieler Rau und Ralf vom TSV Nieukerk blieb leider nur der undankbare Platz 4. Aber das war eine ganz starke Leistung und mit etwas anderem Spiel-/Turnierverlauf kann das ganz anders laufen, die Ergebnisse zeigen ja, wie knapp das war.

Die Erfahrung war jedenfalls gänzlich neu, knapp 13 Stunden Badminton, die Nacht um die Ohren hauen, aber trotzdem tolle Partien und nette Leute. Wenn jemand nächstes Jahr an diesem Turnier teilnehmen möchte, sei folgendes als Rat auf dem Weg gegeben: Kuscheldecke, massig Essen + Trinken, Liege oder Klappstuhl, Musik und etwas zu lesen mitnehmen. Auch alles, was einen gesunden Schlaf ausmachen könnte, kann nicht schaden, mit ein paar Stunden Schlaf in der Nacht lässt es sich sicherlich am Morgen noch besser spielen :-).