TSV Nieukerk 95/10
TSV Nieukerk 95/10

Kurzmeldungen

Bellydance meets Fitness

Suche

Wer ist online

Wir haben 131 Gäste online

Facebook



Jugendkonzept PDF Drucken E-Mail

Vorwort


Diese Konzeption soll darstellen, welche Inhalte und Ziele wir mit unserer Jugendarbeit beim TSV Nieukerk erreichen wollen. Insbesondere dient sie als „roter Faden“ für Trainer, Betreuer, Funktionäre, Spieler sowie Eltern um eine gute Jugendarbeit garantieren zu können.

1. Ziele unserer Jugendarbeit

Jedem Kind und Jugendlichen in Nieukerk soll die Chance gegeben werden, bei uns im Verein Fußball zu spielen und zu erlernen. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich bei uns  wohlfühlen und sich mit dem Verein identifizieren können. Langsam versuchen wir die Kinder an den Fußballsport heranzuführen und versuchen ihnen gemäß der persönlichen  Fähigkeiten und Neigungen, eine bestmögliche fußballerische Ausbildung zu bieten. Wir möchten in allen Altersklassen möglichst je zwei Mannschaften (eine die in den leistungsorientierten Bereich geht und eine die die Sparte Breitensport/ heranführenden Bereich abdeckt) melden, um den Kindern und Jugendlichen eine durchgängige Weiterentwicklung im Fußball bieten zu können. Neue Mitglieder versuchen wir bestmöglich in den Verein zu integrieren.

2. Grundsätze unserer Jugendarbeit


Im Mittelpunkt unserer Jugendarbeit sollen immer die Kinder und Jugendlichen stehen, denn Ihnen soll sowohl eine sportliche, wie auch soziale Entwicklung beigebracht werden. Im Vordergrund sollten immer der Spaß am Spiel und das Zusammenwirken in einer Gruppe stehen, denn nur so kann erfolgreicher Mannschaftssport betrieben werden. Wir trainieren bei uns altersgerecht, d.h. Kindertraining ist kein Jugendtraining und Jugendtraining ist kein reduziertes Seniorentraining. Wir verfahren stets nach dem Motto „vom Leichten zum Schweren und vom Einfachen zum Komplexen“. Eine Überforderung beim Training ist auszuschließen, denn wenn eine Übung sich als zu schwierig heraus kristallisieren sollte, so wird wieder ein Schritt zurück gegangen und die Übung wird in vereinfachter Form dargestellt. Erst wenn das Trainingsziel erreicht wurde, wird ein schwierigerer Grad angesteuert. Wir fördern Selbstsicherheit und Selbstvertrauen, durch Lob und Anerkennung, üben aber auch sachliche Kritik aus. Unser Ziel ist eine langfristige sportliche Entwicklung und keine kurzfristigen sportlichen Erfolge. Die Fußballjugendzeit ist quasi als „Ausbildung“ zu verstehen, dass fußballerischer Handwerk sollte dann im Erwachsenenalter möglichst breit vorhanden sein.

3. Der Jugendvorstand

Der Jugendvorstand wird aus dem Jugendobmann, stellv. Jugendobmann, Kassierer, Jugendgeschäftsführer sowie zwei Beisitzern repräsentiert, sie organisieren den Jugendfußball gegenüber der Öffentlichkeit. Der Jugendvorstand ist Bindeglied und Ansprechpartner für den Jugendkoordinator, Trainer und Betreuer, Spieler, Eltern und dem Gesamtverein. Der Jugendvorstand organisiert und leitet Betreuer-Sitzungen sowie diverse Veranstaltungen, die im Laufe eines Jahres anfallen, wie z.B. Auslandsfahrten, Tannenbaumaktion, Turniere und etc. Des Weiteren organisiert der Jugendvorstand für die Trainer der Jugendfußballabteilung, dass Ausstatten der verschiedenen Mannschaften mit Trikots, Aufwärmshirts, etc. Der Jugendvorstand schafft bestmögliche Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit!

4. Der Jugendkoordinator


Den Posten des Jugendkoordinators gibt es beim TSV Nieukerk seit dem 01.08.2011. Der Jugendkoordinator ist für die Zusammenstellung der Mannschaften, sowie für die Einteilung der Trainer und Betreuer der jeweiligen Mannschaften zuständig. Er versucht Neuzugänge in den Verein zu integrieren und einzuführen. Eventuelle Abgänge versucht er davon zu überzeugen, warum der TSV Nieukerk  eine gute Basis für einen Kinder- oder Jugendfußballer ist. Des Weiteren organisiert er Trainersitzungen, in denen über sportliche Themen gesprochen wird. Darüber hinaus ist er für die „Fortbildung“ von Trainern und Betreuern beauftragt. Komplexere Themen, wie z.B. gruppentaktische oder mannschaftstaktische Einheiten führt er bei Bedarf  auch bei den Jugendlichen sowohl theoretisch, wie auch praktisch, im Zuge einer Trainingseinheit durch. Der Jugendkoordinator stellt in Absprache mit dem Vorstand und den Trainern den Leitfaden für eine erfolgreiche Jugendarbeit zusammen. Daraus folgend stellt der Jugendkoordinator für die einzelnen Jahrgänge Trainings- und Lernziele auf. In jeder Trainersitzung werden neue Trainingseinheiten zu einem bestimmten Gebiet vorgestellt. Er ist auch Bindeglied zwischen Spielern, Eltern und den jeweiligen Trainern und Betreuern. Im Laufe einer Saison kann es schon mal zu Verschiebungen innerhalb einer Mannschaft kommen. Das heißt z.B. ein D2 Spieler drängt sich für die D1 auf und umgekehrt ein D1 Spieler fasst nicht richtig „Fuß“ in seiner Mannschaft und wirkt unzufrieden, so würde ein Wechsel in die höhere bzw. in die niedrigere Mannschaft einen Sinn ergeben. Dies geschieht aber nur in Absprache und mit Zustimmung des Jugendkoordinators.

5. Die Jugendtrainer/Betreuer


Die Jugendtrainer und Betreuer sind nicht nur für das Training und das Spiel zuständig, sie haben auch einen Anteil an der Erziehung eines Kindes oder Jugendlichen. Sie vermitteln u.a. Werte wie:

  • Mannschaftsgeist
  • Zusammenhalt
  • Toleranz
  • Respekt vor Mitspielern, Gegnern, Trainern und Betreuern, Schiedsrichtern, Eltern
  • Pünktlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Fairness
  • Sportlicher Ehrgeiz
  • Kommunikation in einer Gruppe
  • Spaß an einem Hobby

Die Trainer und Betreuer legen keinen Wert auf kurzfristigen Erfolg. Eine langfristige sportliche und soziale Weiterentwicklung, eines jeden Kindes und Jugendlichen, ist unsere größte Motivation. Die Trainer und Betreuer sind auch angehalten positive Werbung für den Verein zu betreiben, um möglichst neue Interessenten für eine Vereinsmitgliedschaft beim TSV Nieukerk zu gewinnen. Außerdem organisieren sie alles rund um das Team, damit ein geordneter  Ablauf möglich ist. Das heißt sie koordinieren die Abfahrten zu den Auswärtsspielen, bis hin von Organisationen von Telefonketten und Einteilungen der Trikotwäsche etc.
Der TSV Nieukerk unterstützt nach Möglichkeit die Aus- und Weiterbildung der Jugendtrainer. In unseren Reihen befinden sich u.a. Trainer mit einem Kinderschein, der C-Lizenz für Kinder- und Jugendfußball, der C-Lizenz Leistungsfußball und der B-Lizenz Leistungsfußball.

6. Die Trainingsgestaltung


Trainingsübungen sollten so geplant und gesteuert werden, dass sie für alle logisch zu verstehen sind. Man soll verstehen, wo und wie der Inhalt des gerade Erlernten, sich auf dem Spielfeld darstellen kann. Deshalb trainieren wir immer „Spiel nah“. Der Trainer muss von seinen Übungen zu 100% überzeugt sein, denn nur so nimmt die Mannschaft auch den Stoff bzw. die Übungen glaubwürdig auf und versuchen diese in der Praxis auch anzuwenden. Wir versuchen systematisch zu trainieren, nach dem Motto „vom Leichten zum Schweren“. Bei jedem Trainingsschwerpunkt kommt es auf viele Wiederholungen an, denn nur so kann man das Erlernte festigen und später auch automatisieren.  Jedoch versuchen wir diese Wiederholungen „attraktiv“ zu gestalten, indem wir Rundläufe mit Torabschluß und viele Wettkämpfe einfließen lassen. Gerade bei taktischen Einheiten (Individual-/Gruppen- oder Mannschaftstaktik) legen wir höchste Priorität auf „Spiel nah trainieren“. Jeder Spieler soll erfahren, wo er das gerade Erlernte auch im Spiel anwenden kann.
Wir versuchen im Detail zu korrigieren, das heißt wir erklären eine Übung oder versuchen praxisnah das Problem zu lösen. Der Übungsablauf wird genauestens beobachtet und bei Fehlern wird eingegriffen. Das Spiel wird angehalten (man „friert“ es ein) und der Trainer spricht den Fehler an und korrigiert diesen oder demonstriert selbst wie der Spieler es besser machen sollte. Wichtig ist das jeder Spieler mit vollster Konzentration an die vorgegebenen Übungen geht, denn nur so kann man etwas lernen. Je nach Altersklasse ist es einfacher oder aber schwerer sich zu konzentrieren. Im D-Jugendalter (goldenes Lernalter) z.B. saugen die Kinder förmlich nach Informationen. Wenn wir merken, dass die Konzentration nachlässt, müssen wir eine „leichtere und attraktivere“ Übung einbauen, denn die volle Zeit bei einem Training die Konzentration hoch zu halten ist schier unmöglich. Ein Trainingsschwerpunkt muss variantenreich trainiert werden, bei den Kindern und Jugendlichen darf keine Langeweile aufkommen. Die Inhalte müssen immer etwas anders verpackt werden.

7. Einteilung der Mannschaften


Seit einigen Jahren teilen wir die Mannschaften beim TSV Nieukerk ab der D-Jugend nach Leistungsstärke ein. Seit der Saison 2011/2012 haben wir dies nun schon bei der E-Jugend getan. Mit Beginn der Saison 2012/2013 werden wir, wie es bereits auch erfolgreich einige benachbarte Vereine ausüben, ab der F-Jugend die Mannschaften nach Leistungsstärke einteilen. Wir verfolgen damit kein Leistungsprinzip und wollen auch niemanden damit ärgern, sondern verfolgen das Ziel Kinder und Jugendliche zu „Fordern und zu Fördern“. Wenn die Leistungsdichte in einem Team zu breit ist, sind einige Kinder überfordert oder einige halt unterfordert. Überforderung führt zu Frust und Unterforderung führt zu Langeweile. Dies hat zur Folge, dass auf kurz oder lang, sich Vereinsabmeldungen abzeichnen würden. Um aber allen Kindern ein attraktives Training auf einem fast identischen Niveau anbieten zu können, teilen wir die Mannschaften nach Stärke ein.
Dies wird wie folgt ausgeübt:
Alle Trainer, Betreuer und der Jugendkoordinator sind dazu angehalten, alle Spieler möglichst während einer Saison im Training und im Spiel zu beobachten, um vorab bereits eine Meinung zu haben. Ein reger Meinungsaustausch zwischen diesen Personen findet regelmäßig statt. Eine rein „sportliche“ Sitzung zwischen den Trainern und dem Jugendkoordinator findet etwa alle fünf Wochen statt. Nach der Saison,  unmittelbar vor den Sommerferien, veranstalten wir so genannte „Sichtungsspiele“. Die Kinder sollen einfach nur Spaß und Freude beim Fußballspielen haben. Diese „Sichtungsspiele“ werden von den „abgebenden Trainern“, den neuen Trainern, dem Jugendkoordinator und evtl. auch vom Jugendobmann beobachtet. Anschließend setzen sich alle gemeinsam an einen Tisch und ein reger Austausch findet statt. Danach werden die Mannschaften für die kommende Saison festgelegt. Wichtig ist uns eine einvernehmliche Meinung. Wir entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen,  glauben sie uns wir haben das größte Interesse an gleich spielstarken Mannschaften. Erst danach werden die Spieler informiert, in welcher Mannschaft sie in der kommenden Saison spielen werden. Die Sichtungsspiele stellen nur das Schlussglied einer Kette dar,  jeder Spieler wird genauestens über eine ganze Saison sowohl im Training, wie auch im Spiel beobachtet. Somit gibt es bereits vorher grobe Vorstellungen über die Zusammensetzung des Kaders. Zu erwähnen ist noch, dass es immer irgendwo den letzten Spieler gibt, der es in die erste Mannschaft schafft und es gibt immer den ersten Spieler, der in der zweiten Mannschaft spielen muss, jedoch teilen wir nach bestem Wissen und Gewissen ein. Manchmal ist es auch für einen Spieler schöner in der zweiten Mannschaft der absolute Führungsspieler zu sein, als nur reiner Mitläufer in der ersten Mannschaft. Manchmal ärgern sich auch Eltern, dass ihr Kind nicht in der ersten Mannschaft spielt, da sie meinen ihr Kind wäre besser als andere oder aber sie haben eigene Freundschaften zu Eltern anderer Kinder geknüpft. Glauben sie uns wir versuchen die richtige Mannschaft für Ihr Kind zu finden, damit es sich auch bestmöglich sozial, wie auch sportlich weiterentwickeln kann. Bestärken sie ihr Kind in der Entscheidung und haben ein wenig Vertrauen in die jeweiligen Trainer,  diese beobachten ihr Kind über eine ganze Saison ganz genau. Wir glauben auch, dass es möglich ist 3 Stunden im Training und ca. 2 Stunden beim Spiel mal von seinem „besten Freund“ getrennt zu sein. Außerdem knüpfen Kinder sehr schnell neue Freundschaften und integrieren sich gut in neue Kreise.

8. Der Jugendspieler


Die Jugendspieler sind die Zukunft des Vereines. Deswegen unterstützen wir Sie in Ihrer sozialen und sportlichen Entwicklung so gut wie möglich. In ein paar Jahren sind einige von Ihnen mit Sicherheit Spieler der ersten oder zweiten Senioren-Mannschaft, einige werden selbst Jugendtrainer oder aber einige von Ihnen werden in paar Jahren sogar Funktionäre Tätigkeiten ausüben. Folgendes erwarten wir aber von unseren Spielern:

  • Zuverlässigkeit
  • Pünktlichkeit
  • Respekt vor Gegner, eigene Mitspieler, Trainer und Betreuer, Schiedsrichter, Zuschauer
  • Fairness
  • Verantwortung mit Sportgeräten
  • Einhaltung von Regeln und Vorschriften
  • Integration neuer Mitglieder
  • Toleranz
  • Sauberkeit im Vereinsheim

9. Die Eltern


Es ist schön, wenn alle Eltern möglichst lange Ihre Kinder, gerade zu den Spielen begleiten, um so Ihre Unterstützung und Ihr Interesse am Vereinsleben auszudrücken. Wir freuen uns auch, wenn sie die Kinder anfeuern und nach vorne pushen, jedoch bitte unterlassen sie Kritik an den Kindern. Denn es gibt Kinder, die können schlecht mit Kritik umgehen und verlieren sonst schnell die Lust. Außerdem verderben viele Köche immer den Brei, dass heißt geben sie keine taktischen Anweisungen, dafür ist der Trainer zuständig. Kein Elternteil kann wissen, was in der Kabine besprochen wurde. Also Trainer sollten „Coachen“ und Eltern sollten „Anfeuern“. Ihre Kinder werden dankbar sein. Tragen Sie bitte dazu bei, dass Ihr Kind mit Spaß und Freude bei uns dabei ist,  bedenken Sie Spaß und Freude beim Fußball, kann sich auch positiv auf die Schule und das Leben auswirken.

10. Trainingsinhalte


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir unsere Trainingsinhalte hier nicht veröffentlichen, da auch keine gute Firma ihr „Erfolgsrezept“ an die Konkurrenz preisgeben würde. Sie können sicher sein, dass Ihre Kinder altersgerecht sowohl technisch, taktisch wie auch konditionell ausgebildet werden. Beim TSV Nieukerk wird stets nach dem Motto verfahren „Technik vor Taktik und Taktik vor Kondition. Im älteren Bereich der B- und A-Jugend rückt die Taktik natürlich immer mehr in den Fokus. Jedoch werden dort immer noch technische Themen bearbeitet, gerade „schwierigere Techniken“, wie z.B. das Spielen eines Innenspannstoßes. Alle Trainer entwerfen, in Absprache mit dem Jugendkoordinator, Halbjahrestrainingspläne oder sogar Ganzjahrestrainingspläne für ihr Team, um dieses  bestmöglich und perspektivisch zu trainieren. Wir trainieren also nicht gerade das, was im letzten Spiel schlecht lief, sondern trainieren nach Trainingsschwerpunkten die vorher festgelegt wurden, in Schwerpunktperioden. Wenn Sie  Fragen dazu haben, sprechen Sie den zuständigen Trainer oder den Jugendkoordinator an.

Schlusswort

Es ist toll, wenn alle Beteiligten, also Eltern, Kinder und Jugendliche, Trainer, Betreuer und Vereinsfunktionäre nach diesem Konzept miteinander arbeiten können,  dann wird unser gemeinsames Vereinsleben bestimmt noch erfolgreicher und intensiver zu genießen sein.

Im Auftrag des TSV Nieukerk

Lars Allofs
Jugendkoordinator
Stand: 07.10.2011

 

(C) TSV Nieukerk. Die Vervielfältigung, auch einzelner Passagen, ist nur mit Genehmigung des Verfassers zulässig!